Die Paschen-Serie: Infrarot-Wasserstofflinien

1 · Vorhersagen

Elektronen, die auf n = 3 (die Paschen-Reihe) fallen, erzeugen kleinere Energielücken als die Balmer- oder Lyman-Reihe. Bedeutet das, dass Paschen-Photonen in den Infrarotbereich fallen, jenseits dessen, was das Auge sehen kann?

2 · Aufbauen

  1. Öffnen Sie die Paschen-Beta-Preset und drücken Sie Zurücksetzen. Der Standardübergang dieser Preset ist n = 5 → n = 3 (Paschen-Beta).
  2. Aktivieren Sie die Anzeige der emittierten Wellenlänge.
  3. Legen Sie das Startenergieniveau n_initial für jeden Versuch fest (absteigend auf n_final = 3) und zeichnen Sie die emittierte Wellenlänge auf.

3 · Daten sammeln

Startniveau n_iEmittierte Wellenlänge λ (nm)
4
5
6

Tragen Sie für Ihre drei Versuche die emittierte Wellenlänge λ (y-Achse) gegen den Startpegel n_i (x-Achse) auf.

4 · Auswerten

  1. Berechnen Sie für einen Versuch 1/λ = R(1/n_f² − 1/n_i²) mit n_f = 3. Vergleichen Sie mit der Tabelle. Bestätigen Sie, dass alle drei Wellenlängen über 1000 nm – Infrarot – liegen.
  2. Vergleichen Sie die Größe dieser Wellenlängen mit den Experimenten Balmer-Alpha und Lyman-Alpha. Erklären Sie das Gesamtmuster: Serien, die bei einem höheren n_f (einer kleineren Energielücke zum Bodenreferenzniveau) enden, erzeugen Photonen mit längerer Wellenlänge und niedrigerer Energie.

5 · Vertiefen

  1. Die Energieniveaus von Wasserstoff rücken mit zunehmendem n näher zusammen (E_n ∝ −1/n²), sodass Übergänge zwischen hohen Niveaus weniger Energie freisetzen als Übergänge mit niedrigen Niveaus. Erklären Sie, warum diese Anhäufung von Niveaus bei hohem n erklärt, warum die Paschen-Reihe (n_f = 3) einen größeren Energiebereich abdeckt, als Sie zunächst erwarten würden.
  2. Die Infrarotastronomie nutzt genau diese Linien der Paschen-Serie (und noch längerwelligerer Brackett-Pfund-Linien), um Wasserstoff in staubigen Regionen des Weltraums zu untersuchen, in denen sichtbares Licht blockiert ist. Warum könnte Infrarotlicht kosmischen Staub besser durchdringen als sichtbares Licht?

Die Physik hinter diesem Experiment

Paschen-Serie (Infrarotübergänge)

Übergänge, die bei n_f = 3 enden, weisen kleinere Energielücken auf als die Balmer- (n_f = 2) oder Lyman-Reihe (n_f = 1), da höhere n-Niveaus enger beieinander liegen und dadurch längerwellige Infrarotphotonen erzeugen.

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